Ein Gesellenstück entsteht


Höhepunkt und Abschluss einer Handwerkerausbildung ist die Anfertigung eines sogenannten Gesellenstückes, das quasi die besonderen Fähigkeiten eines angehenden Gesellen unter Beweis stellen soll. Im Vergolderhandwerk ist es eine barocke Heiligenfigur oder ein barocker Bilderrahmen, welches gefaßt wird. Eine Fassung bezeichnet die Veredelung von Holzoberflächen und besteht aus einer mehrschichtigen Grundierung über der Holzfläche und Farb- und / oder Metallauflagen.

Die Rezepturen für die jeweiligen Beschichtungen kann von Werkstatt zu Werkstatt variieren. Aus diesem Grund werden sie wie wertvolle Geheimnisse gehütet.

Zu den Vergoldertechniken zählt neben der Polimentvergoldung noch die Ölvergoldung, Hinterglasvergoldung und Mordentvergoldung.

Desweiteren müssen auch historische Ziertechniken beherrscht werden:

  • Gravieren
  • Punzieren
  • Aufsetzen
  • Radieren
  • Plastische Verzierungsmasse
  • Lüstertechniken

Für das Fassen von Skulpturen sind noch weitere Techniken wichtig:

  • Inkarnatmalerei (Hautfarbe wird als Inkarnat bezeichnet)
  • Maserieren (Imitieren von Edelholzmaserung)
  • Marmorieren (Imitieren von Marmorzeichnungen)
  • Schabloniertechniken (Umgang mit selbst gemachten Schablonen)
die Holzskulptur, ca. 50cm hoch
nach der Steingrundierung

Kreidegrundiert und geschliffen
nach den Blattmetallauflagen
nach dem Fassen