Das Fliegende Auge

Workshop AV-Produktion/ Griptechniken vom 18. bis 20. Dezember 2018 an der Hochschule Augsburg, Fakultät für Gestaltung.

Vom 18. bis 20.12.2018 fand unter der Leitung des Kameramanns Frank Baumann der Workshop „Das fliegende Auge“ statt. Ziel des Workshops war, sich mit den verschiedenen Grip-Systemen, die im AV-Studio zur Verfügung stehen, vertraut zu machen und einen kleinen Film unter bestimmten Vorgaben zu erstellen. Meine Aufgabe als Praktikantin war, Frank Baumann zu assistieren, den Workshop filmisch zu dokumentieren, und als Teilnehmerin die gestellten Aufgaben umzusetzen.

Lehrender: Frank Baumann
Verantwortlicher: Prof. Robert Rose
Studio-Leitung: Christian Bachl
Assistenz: Richard Trembecki und Erika Kassel-Henneberg

Videostative

Stative dienen im Allgemeinen der stabilen Befestigung der Kamera während der Aufnahme. Ein Videostativ unterscheidet sich von einem Fotostativ dadurch, dass es schwerer ist, meist eine Spinne zwischen den Standbeinen und einen Videokopf für die Montage der Kamera besitzt. Dies alles dient zur Stabilisierung, da es der Kamerabewegung während eines Drehs standhalten muß. Der Videokopf ermöglicht durch seine spezielle Lagerung ruckelfreie Schwenkbewegungen der Kamera. Beispiel: Vision Pedestal Stativ mit Bazooka und Videokopf.

Dolly oder Kamerawagen

Auf dem Dolly ist meist eine Bazooka (Hubsäule) oder ein Dreibeinstativ mit Videokopf montiert. Der Videokopf kann aber auch direkt auf dem Dolly befestigt werden für Kamerafahrten aus Froschperspektive. Manchmal gibt es darauf eine Sitzmöglichkeit für den Kameramann. Der Dolly besitzt 4 Vollgummi- oder Luftreifen-Räder, die auf ebenem bis leicht unebenem Untergrund fahren können, oder er läuft auf Schienen.


Jibarm

Der Jibarm ist ein kleiner Kran, der – mit Gegengewichten ausbalanciert – größere Schwenkbewegungen mit vorgegebenem Radius ermöglicht. Er kann an Stelle eines Videokopfes montiert werden, beispielsweise auf einem Stativ, auf dem Dolly oder auf dem Slider.

Slider

Der Slider ist ein mobiles Gleitlagersystem, auf dem die Kamera auf einer geraden Strecke bewegt werden kann. Er ist höhenverstellbar, kann schief aufgebaut und mit anderen Systemen kombiniert werden, z.B. Jibarm. Mit ihm kann der Vertigo-Effekt besonders gut realisiert werden.


Skater

Der Skater ist aufgrund seiner geringen Größe besonders handlich. Er ist auf drei, im Winkel verstellbare Räder gelager t, und kann dadurch kreisförmige Strecken befahren, z.B. ein Subjekt umkreisen. Da dieses System sehr flach und leicht ist, kann es auf einem Tisch benutzt werden. Es eignet sich auch für Kamerafahrten aus der Froschperspektive. Ein Nachteil ist, daß der Untergrund sehr eben sein muß. Daher ist er für den Einsatz im Außenbereich nur bedingt geeignet.


Ronin

Ronin ist ein 3-Achsen stabilisiertes Handheld-Gimbalsystem. Nach der Kalibrierung balanciert es motor- und softwaregetrieben alle Kamerabewegungen aus. Auf diese Weise können mit der Handkamera weiche Kameramoves und eine große Bewegungsdynamik realisiert werden.

Aufgabe: Inszenierung einer Person allein durch Kameraführung.

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