Simplicity & Design

Die Technologie hat uns ein reiches Leben beschert, aber gleichzeitig fühlen wir uns unangenehm ‚überfüllt‘.

John Maeda, Künstler, Grafik- und Interaction-Designer
simplicity-&-design

Die Flut an Informationen und Möglichkeiten hat das Bedürfnis nach Einfachheit und Übersichtlichkeit geweckt. Nach Fogg ist die Motivation zu Handeln oder sein Verhalten zu ändern dann am größten, wenn die Fähigkeit (Ability) vereinfacht wird, z.B. wenn Zeit oder Geld eingespart, physische Anstrengung erleichtert, Denkzyklen vereinfacht, soziale Devianz (Akzeptanz des Verhaltens in einer Gruppe) vorhanden ist, oder die Handlung zu bereits bestehenden Routinehandlungen passt.

Ein Trend zur Vereinfachung und damit Herabsetzen der Handlungsschwelle ist in vielen Bereichen zu beobachten: Beispielsweise bieten viele Anwendungen an, sich über ein bereits bestehendes Konto (Facebook-, Google-Account) einzuloggen, anstatt mühevoll Formulare für die Neuregistrierung auszufüllen.

Auch die weit verbreiteten Social-Media-Buttons für das schnelle Teilen und Verbreiten von News oder Feedback (Like-Button) sind derartige Erleichterungen, die den Zeitaufwand reduzieren und weniger kognitiv anstrengend sind.

Genauso verhält es sich mit diversen Apps, die versprechen, das Leben einfacher und schöner zu machen, angefangen von Wetter-Apps, Musik-Apps oder Bezahl-Apps, wie beispielsweise PayPal. Und wer noch die Yahoo-Suchmaschine kennt, muss von der angenehm „aufgeräumten“ Ansicht der Google-Suche hell-auf begeistert sein. Auch Twitter glänzt in einem neuen, abgespeckten Design und verkörpert gleichzeitig mit seinem Konzept des „Microblogging“ das Vereinfachen von Nachrichteninhalten.

Empfehlungen:

Fogg Behavior Model, Webseite

RABBIT HOLE 4.0 – Attention Engineering in Social Media. Bachelorthesis (pdf, ca. 1,3 MB)


<< vorheriger Artikel – nächster Artikel >>

zur Kapitelübersicht